Soul Food: Ohne Winterschlaf durch den Winter

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Es gibt viele kleine Tipps und Tricks um gut durch die kalten Monate des Jahres zu kommen. Isabella zeigt uns, wie wir uns mit Soul Food gegen einen Winter-Depressions-Einbruch wappnen können:
Ich bin ein „California Girl“. In Kalifornien tragen manche Leute das ganze Jahr über Shorts. Ich allerdings nicht. Ich bin ein Kaltblüter. Ich bin einer der wenigen Menschen in Kalifornien, die sich in Mütze, Schal und Handschuhe einmummen. Also könnt Ihr Euch vorstellen wie es für mich war, als ich 1992 nach Deutschland zog.
Ich habe gebetet, um die Winter dort zu überleben. Ich war damals nicht sehr pfiffig. Ich begann meinen Tag mit Schoko-Croissants und Kaffee um mich aufzuwärmen. Wenn ich nachmittags bei der Arbeit müde wurde, habe ich noch mehr Kaffee getrunken und Schokolade gegessen. Das hat meine Laune kurzzeitig angehoben, aber es kam mir so vor als bräuchte ich immer mehr Zucker und Koffein und bevor ich mir dessen richtig bewusst geworden war, aß ich eine Tafel Schokolade am Tag und trank drei Tassen Kaffee.
Dann kam der Zusammenbruch. In meinem dritten Winter in Deutschland brach ich körperlich zusammen. Es war ein kalter, klammer Winter in München und das einzige an das ich mich erinnern kann ist, dass alles grau und matschig war. Ich hatte die Sonne seit Monaten nicht gesehen. Es begann mit einer Bronchitis die einfach nicht heilen wollte. Ich war müde, ich war deprimiert, und das California Girl verwelkte langsam ohne seinen Sonnenschein.
Ich begann, mich mit Ernährungswissenschaften auseinander zu setzen. Nun habe ich einen Master of Sience in Ganzheitlicher Ernährung und das Ziel, anderen dabei zu helfen, meine Fehler zu vermeiden.
Wer folgende sechs Schritte befolgt, wird einen fröhlichen Winter haben:
Sorge für ausreichend Sonnenlicht. Das wichtigste, das man in den Wintermonaten beachten sollte ist, so viel Sonnenschein wie möglich zu bekommen. Unser Körper wandelt Sonnenlicht in Vitamin D um (so lange wir gesunde Proteine wie aus Fisch, Eiern und Milchprodukten zu uns nehmen). Falls Du nicht ausreichend Sonnenlicht tanken kannst, denke über die Anschaffung einer Lightbox nach, oder gönne Dir eine Tageslichtlampe.
Iss Fisch. Die in Fisch enthaltenen Omega-3 Fettsäuren helfen dabei, die Serotoninproduktion im Blut anzukurbeln und unsere Stimmung auszugleichen. Wer Probleme damit hat, genügend Fisch zu sich zu nehmen, sollte qualitativ hochwertige Fischölkapseln nehmen. Auch Lebertran ist eine gute Vitamin-D-Quelle. Fischarten mit dem höchsten Vitamin-D-Gehalt sind Hering, Lachs, Heilbut, Sardinen und Thunfisch. Vitamin D findet sich auch in Eigelb, Käse und Rinderleber.
Iss grüne Blätter und anderes Gemüse. Gemüse ist voll von Vitaminen, Mineralstoffen und Sekundären Pflanzenstoffen. Sie liefern unseren Zellen Energie. Frisches Gemüse oder Obst zu jeder Mahlzeit zu essen, ist das beste – so nehmen wir Enzyme zu uns, die als Katalysatoren für chemische Reaktionen im Körper dienen
Iss Sauerkraut oder anderes fermentiertes Gemüse. Eine gesunde Darmflora wurde ebenfalls als Verbündete im Kampf gegen Depression entdeckt. Sehe Dich nach Gemüse um, dass in Meersalz oder Lactobazillen fermentiert wurden und vermeide in Essig eingelegtes. Such in der russischen Küche nach wunderbaren Rezepten wie Beet Kvass oder anderen fermentierten Nahrungsmitteln oder mach Deinen eigenen Kombucha-Tee. Wenn Du diese wunderbaren fermentierten Getränke zu Dir nimmst wirst Du Dich umgehend besser fühlen.
Trainiere um zu Leben. Wenn Du Deinen Körper nicht trainierst um ihn zu kräftigen, wirst Du schwächer werden. Sport wird nicht nur Deine Stimmung heben sondern auch Deinen Stress lindern. Falls Du zum trainieren nicht raus gehen kannst, besorge Dir ein kleines Trampolin (Rebounder) und nimm diesen Sport in Deine Tagesroutine auf.
Lass Deinen Vitamin-D-Haushalt testen. Der Test heißt „Serum 25-Hydroxyvitamin D“-Test. Du solltest auf einen Wert zwischen 40 und 60 ng/ml kommen. Zu geringe Werte wurden schon im Zusammenhang mit Depressionen, aber auch Krebs gefunden. Dies ist vor allem für Frauen wichtig, die in Gegenden über dem 37sten Breitengrad leben.
Wer diese sechs Tipps in seinen Alltag aufnimmt, gewinnt Land im Kampf gegen den Winter-Blues. Aber um ohne Winterdepression über den Winter zu kommen, gibt es noch ein paar andere Dinge auf die Du achten solltest. Folgende Dinge solltest Du tunlichst meiden, um nicht depressiv zu werden:
Vermeide Produkte aus raffiniertem Mehl oder Zucker. Wenn Du solche Produkte zu Dir nimmst, wirst Du Dich im ersten Moment besser fühlen, aber sie rauben Deinem Körper lebenswichtige Vitamine, was bis zu einer Depression führen kann. Unser Körper kann lediglich bis zu fünf Gramm Zucker verkraften, ohne aus dem Gleichgewicht zu kommen. Es braucht etwa zwei Wochen, um den Gehirnstoffwechsel wieder ins Gleichgewicht zu bringen, nachdem Du über die Stränge geschlagen hast. Ich denke, einer der Hauptgründe dafür, dass wir über die Weihnachtstage depressiv werden ist der ganze Junk, den wir zu uns nehmen. Wir essen Stollen, Marzipan, Schokolade, trinken Glühwein, und morgens wachen wir auf und fühlen uns fett und sind deprimiert! Wenn Du diese Sachen essen wirst, mach es wieder gut indem Du hochwertige Proteine zu Dir nimmst und viel Gemüse. Am besten, du isst Vollkornprodukte.
Begrenze die Mengen. Entscheide vor dem Essen, wie viel Du essen möchtest. So vermeidest Du, zuviel zu Dir zu nehmen. Wenn Du Dich zum Beispiel, wie ich, dazu entschliesst, dieses Jahr Stollen zu essen, dann beschränke Dich darauf, ein paar Stückchen am Weihnachtsabend zu essen, und iss den Rest der Zeit Vollkornbrot. Gleiche den Stollen mit einem gekochten Ei und frischem Obst aus, damit Dein Insulinhaushalt nicht durcheinander kommt.
Ersetze Kaffee durch Schwarzen Tee. Kaum zu glauben, aber wahr – Forschungen haben ergeben, dass Schwarztee Depressionen vorbeugt. Statt einer Kaffeepause mach also einfach „Tea-Time“.
Glaub es einem California Girl … ernähre Dich mit wunderbaren, heilenden Nahrungsmitteln und Du wirst die Winterzeit nicht nur überleben, sondern richtig aufblühen.

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